Über mich

Ich bin Christian, Lehrer, Typograf und jemand, der im Alltag immer wieder kleine Momente sucht, die bleiben.

Mein Name ist Christian. Ich bin Lehrer, und das ist ehrlich gesagt kein Job, den man einfach ablegt, wenn man das Klassenzimmer verlässt. Irgendetwas von dem, was dort passiert – ein Satz, der plötzlich sitzt, ein Arbeitsblatt, das endlich so aussieht, wie es sich anfühlen soll – trägt man noch eine Weile mit sich. Schultypografie ist mein Versuch, diese Momente festzuhalten. Und die anderen auch.

Typografie zieht sich durch alles, was ich mache. Ich glaube, dass ein gut gesetzter Text Vertrauen schafft, bevor man ein einziges Wort gelesen hat; und das gilt genauso für ein Arbeitsblatt in der sechsten Stunde wie für eine Speisekarte. Form ist keine Dekoration. Sie ist das erste Argument.

Seit einiger Zeit fotografiere ich mit einer Fujifilm X-T50. Die Kamera hat etwas verändert – sie treibt mich an, rauszugehen, die Augen offenzuhalten, Licht zu suchen. Ich finde mich noch hinein, ehrlich gesagt. Was ich weiß: Ich mag klare Linien, Strukturen, die sich im Bild ordnen. Licht ist das, worum sich fast alles dreht: das frühe Morgenlicht auf einer Wiese, lange Schatten, der Moment kurz vor dem Verschwinden. Meine Lieblingssimulation ist Classic Negative, weil sie den Analog-Look in die digitale Welt überträgt, ohne ihn zu imitieren.

Ich komme aus dem Norden, lebe in Mecklenburg und unterrichte in Vorpommern: Deutsch, Englisch, Mathematik, Informatik, alles dabei. Und ich habe ein Herz, das mich regelmäßig nach Köln zieht. Die Stadt hat mich irgendwann einfach erwischt. Und ja – ein Samstag mit einem Sieg des 1. FC Köln ist objektiv besser als einer ohne.

Hier schreibe ich über das, was mich beschäftigt. Manchmal ist das Schule, manchmal Design, manchmal beides gleichzeitig, manchmal keins von beidem.